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Literaturstöckchen

Lang, lang hat’s gedauert, bis das Literaturstöckchen seinen Weg von der Kanadafrau zu mir gefunden hat, aber schlussendlich ist es doch angekommen (ist ja auch eine ganz schöne Strecke, einmal über den Weißwurstäquator usw. ^^).

1) Gebunden oder Taschenbuch? – Sowohl als auch, Hauptsache Buch ;).

2) Amazon oder Buchhandel? – Beides, je nach Bedarf.

3) Lesezeichen oder Eselsohr? – Oh, Eselsohren gehen gar nicht, ne, ne…

4) Ordnen nach Autor, Titel oder ungeordnet? – Erst nach Größe, dann nach Autor, und schließlich nach Titel.

5) Behalten, wegwerfen oder verkaufen? – Ich habe erst ein einziges Buch weggeworfen, und das war eine echte Ausnahme. Ansonsten weder wegwerfen noch verkaufen (höchstens mal verleihen), also auf jeden Fall behalten :)!

6) Schutzumschlag behalten oder wegwerfen? - Behalten… warum auch immer, gehört einfach dazu.

7) Mit Schutzumschlag lesen oder ohne? – Mit Schutzumschlag; der dient alternativ auch mal als Lesezeichen, wenn sonst keines zur Hand ist.

8) Kurzgeschichte oder Roman? - Beides!

9) Aufhören wenn man müde ist oder wenn das Kapitel zu Ende ist? – Wenn es ein wirklich gutes Buch ist, dann lese ich, so lange es geht, d.h. bis mein Kopf wirklich zu müde ist.

10) „Die Nacht war dunkel und stürmisch“ oder „Es war einmal“? - Hmm… „dunkel und stürmisch“ erinnert mich an Poe – also Ersteres :).

11) Kaufen oder leihen? – Haben wollen… also kaufen ;).

12) Neu oder gebraucht? – Wenn der Inhalt stimmt – egal!

13) Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern? – Zur Zeit hauptsächlich das, was die Uni zu lesen vorgibt ^^.

14) Geschlossenes Ende oder Cliffhanger? – Lieber ein geschlossenes Ende… Cliffhanger lassen mich meist ein wenig unzufrieden zurück.

15) Morgens, mittags oder nachts lesen? - Nachts!

16) Einzelband oder Serie? - Ich habe noch keine Bücherserie gelesen, muss ich gestehen, das reizt mich irgendwie nicht besonders. Bei „Harry Potter“ hab ich nach dem nem zweieinhalbsten Buch aufgehört zu lesen…

17) Lieblingsserie? - Entsprechend der vorherigen Antwort keine…

18) Lieblingsbuch, von dem noch nie jemand gehört hat? - „Soucouyant“ von David Chariandy (unbedingt lesenswert!)

19) Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast? – Letztes Jahr hatte ich keine Zeit zum Lesen :S…

20) Welches Buch liest du gegenwärtig? – „Selected Tales“ von Edgar Allan Poe

21) Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten? – „The Importance of Being Ernest“ von Oscar Wilde – mit Abstand :)!

22) Lieblingsautoren? Edgar Allan Poe, Oscar Wilde

 
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Geschrieben von am 28. März 2011 in Dies und das

 

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Überraschungspost

Das Telefon klingelt. Meine Mum ist dran. „Es ist Post für dich gekommen, ein Umschlag von einem Schulbuchverlag.“ – Schulbuchverlag? Seltsam. Es ist schon fast ein Jahr her, dass ich mich, als ich übergangsweise in München wohnte, ‘versuchsweise’ – und vergebens – bei verschiedenen Verlagen um einen Job beworben hatte. Fast ein Jahr, um das nochmal zu betonen. Was sollten die also JETZT von mir wollen?

Weil auf dem Umschlag „Persönlich/Vertraulich“ steht, traut meine Mum sich nicht, ihn ohne mein Einverständnis zu öffnen ;). Aber so etwas geheimnisvolles kann es auch wieder nicht sein, und ich bitte sie, mir vorzulesen.

„Sehr geehrte Frau …, wir bedanken uns für Ihre Bewerbung vom 5. Mai 2010… Blablabla… Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir uns für einen anderen Bewerber entschieden haben…“

Moment mal – Mai 2010? Haben wir jetzt nicht Februar 2011?! Das ist irgendwie so absurd, dass es schon wieder komisch ist. Dass ich sogar meine Bewerbungsunterlagen wieder zurückbekommen habe, ist noch das Tüpfelchen auf dem I. Ich hatte mit vielem – nein, eigentlich mit gar nichts gerechnet, aber am allerwenigsten mit einer Job-Absage nach fast einem Jahr. Das hat doch was – zumindest einen gewissen Erheiterungsfaktor ;).

 
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Geschrieben von am 21. Februar 2011 in Dies und das, Jobsuche, Lustiges

 

Glückskeks

Frei nach dem Motto „entdecke dein Stadtviertel“ habe ich mich gestern, als meine Schwester zu Besuch war, zusammen mit ihr mutig in ein von mir bis dato noch nie besuchtes chinesisches Restaurant begeben, in das ich mich alleine bisher nie getraut hatte (ich war noch nie alleine irgendwo essen; als Einzelperson im Restaurant, da käme ich mir irgendwie komisch vor, und vor allem verdammt einsam – umso besser, wenn man eine Schwester hat, und so eine tolle wie ich noch dazu :)…). Der kulinarische ‘Entdeckergeist’ wurde jedenfalls belohnt, lecker war’s, und sicher nicht mein letzter Besuch in diesem Restaurant – vor allem auch wegen des Glückskekses ;). Der Satz, den ich nämlich im obligatorisch mit der Rechnung servierten Glückskeks fand, hätte kaum besser passen können. Er lautete wie folgt:

„Sie haben den richtigen Weg eingeschlagen.“

Da freute sich vor allem der etwas abergläubische Teil in mir – und der Rest natürlich auch ;). Natürlich ist es Zufall, aber ich freue mich auch über zufällige Bestätigungen meiner Entscheidungen und Handlungen :).

 
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Geschrieben von am 21. Februar 2011 in Dies und das, Interessantes, Nachdenkliches, Schönes

 

Woran ich glaube

Ich glaube nicht an Gott. Ich glaube nicht, dass es einen „Sinn des Lebens“ gibt. Ich glaube nicht, dass etwas bleibt oder dass es nach dem Ende weitergeht. Ich glaube, dass das Leben mit dem letzten Herzschlag zu Ende ist, dass mit dem Körper die Seele stirbt (was auch immer das ist, die „Seele“), dass es dann vorbei ist, dass es dann nichts mehr gibt. Ich glaube, dass die einzigen Orte, an denen wir weiterleben, die Herzen der Menschen sind, denen wir etwas bedeutet haben.

Wir werden geboren, wir leben, wir sterben. Das ist es, das ist unser Dasein, unser Leben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger als das. Ich glaube, dass das Leben lebenswert ist und dass wir die Jahre, die wir haben, und von denen wir nie wissen, wieviele es noch sind, so gut wie möglich verbringen sollten, ohne uns selbst zu kasteien, selbst schlecht zu machen oder uns zu verstecken vor wem oder was auch immer. Ich glaube, es geht darum, seinen eigenen Weg zu erkennen, sich zu finden, sich bewusst zu werden, wer man wirklich ist, sich selbst zu mögen, und auch in Anbetracht von Schwierigkeiten und Hindernissen zu sich zu stehen. Ich glaube, dass Fehler dabei unvermeidbar sind, aber auch, dass wir aus Fehlern lernen, dass Fehler sogar wichtige Schritte im Lernprozess sind und uns immer weiterbringen, auch wenn sie im ersten Moment manchmal wie Stolpersteine erscheinen mögen, die uns zurückwerfen.

Ich glaube, dass das wichtigste, bewegendste und bedeutendeste Gefühl, das man empfinden kann, Vertrauen ist, denn ohne Vertrauen keine Nähe, keine Freundschaft, kein sich-aufeinander-verlassen-können, keine Liebe. Ich glaube an die Menschen, die sich durch Ehrlichkeit und Offenheit auszeichnen, die über Talent, Begabung, Kreativität verfügen, aber nur allzu oft zu wenig Gehör finden, weil ihnen nicht die Beachtung zuteil wird, die sie verdienten.

Ich glaube, dass das Leben manchmal grausam und brutal ist, dass es keine Gerechtigkeit gibt, dass Gleichheit nie möglich ist. Ich glaube, dass es immer Auseiandersetzungen und Kriege geben wird, dass, solange es Menschen gibt, nie Frieden herrschen wird, weil der Mensch wohl kein friedfertiges Wesen ist, das mit dem zufrieden ist, was es hat. „Homo homini lupus est“ – der Mensch ist dem Menschen ein Wolf; nein, schlimmer noch, er zerstört sich absichtlich und bewusst selbst, so sehr wie kein anderes Tier.

Ich glaube, hoffe und weiß, dass es trotzdem immer Menschen gab, gibt und geben wird, die sich für Wahrheit, Toleranz, Akzeptanz und Respekt einsetzen, und dass ich, auch wenn ich selbst die Welt nicht verändern kann, vielleicht doch das Leben von ein paar Menschen um einige schöne Momente reicher machen kann, und allein dafür lohnt es sich schon zu leben, zu geben und hier zu sein.

 
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Geschrieben von am 5. Februar 2011 in Dies und das, Nachdenkliches

 

Wegträummusik

Wegträummusik

Manchmal ist die schönste Musik die „dazwischen“…

Eher durch Zufall bin ich kürzlich auf dieses Stück gestoßen. Eigentlich wohl nur als „Pausenfüller“ während eines Clueso-Konzerts gedacht, kann ich mich an dieser Musik gar nicht satthören, so wunderschön finde ich sie. Ich liebe solche Stücke! Am Anfang nur Rhythmik, dann das Klavier, dann kommen nach und nach die verschiedenen anderen Instrumente hinzu, der Klang wird immer lauter, immer voller, Schritt für Schritt entwickelt sich eine Melodie, Spannung baut sich auf, und wird dann am Höhepunkt des Stückes aufgelöst - das beste Beispiel dafür, dass das Ganze wirklich mehr als die Summe seiner Teile ist :)! Vielleicht ist das auch der Grund dafür, dass ich beim Hören dieses Stücks eigentlich fast immer ein wenig von dem abschweife, was ich gerade tue, und anfange, mich in meinen Gedanken zu verlieren, bis dann (ab ca. 1:30) folgender Film in meinem Kopfkino abläuft: 

… und dann einfach loslaufen, schneller, noch schneller, nur noch rennen, bis die Welt links und rechts nur noch aus verschwommenen Streifen verschiedener Farben besteht, die Wirklichkeit sich aufzulösen scheint, schneller, noch schneller, bis die Füße die Erde kaum noch berühren, den Gegenwind im Gesicht spüren, schneller, noch schneller, gleich werden die Füße den Kontakt zum Boden gänzlich verlieren, ein letztes Mal noch, nur noch ein Schritt, nur noch eine Sekunde, ein letzter Moment der Verbundenheit mit der Erde, ein letztes Mal einatmen, die Augen schließen, die Arme ausbreiten, weit, noch weiter, nur noch den Moment spüren, in dem der Fuß das letzte Mal die Erde berührt, den Kopf nach oben richten, den Wind unter den Armen spüren, unter dem ganzen Körper, nichts anderes mehr, die Verbindung zur Erde aufgelöst, abheben, losfliegen, schwerelos, grenzenlos, unendliche Freiheit, Leichtigkeit, den Moment genießen, nur das, sonst nichts, nur noch getragen vom Wind, federleicht, dem Himmel so nah…

 
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Geschrieben von am 24. Januar 2011 in Dies und das, Musikalisches

 

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Genug

Ich hasse Arroganz, ich hasse Ignoranz, vor allem aber hasse ich „Spielchen“. Ich schätze Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit,  Toleranz, Akzeptanz und Respekt. Ich gestehe jedem Menschen die Freiheit zu, so zu sein, wie er/sie ist, so zu leben, wie es ihn/sie glücklich macht – und alles, was ich möchte, ist nicht mehr, als dass das umgekehrt genauso ist. Allerdings scheint das manchmal ein ziemlicher großer Wunsch zu sein…

Ich bin jemand, der sich belastende Dinge einfach von der Seele schreiben oder reden muss und will, weil es gut tut, über etwas zu sprechen, etwas in Worte zu fassen, was mich sonst nur von innen heraus auffrisst. Ja, wenn ich verzweifelt bin, heule ich auch mal, und ich schäme mich deswegen auch nicht. Es geht mir danach besser, es befreit, es ist wichtig – für mich. Ich weine lieber einmal zuviel, als Dinge in mich hineinzufressen, zu versuchen sie zu verdrängen oder zu vergessen, weil das erstens sowieso nicht funktioniert und es zweitens alles nur noch schlimmer macht. Wenn ich jemand anderem dann z.B. erzähle, dass ich in unserem letzten Gespräch deshalb so schweigsam war, weil ich mir höllische Sorgen gemacht habe, dass jemand aus meiner Familie womöglich schwer krank ist (was, wie sich herausgestellt hat, zum Glück nicht der Fall ist) und ich deshalb mit den Gedanken ganz woanders war, dann erwarte ich von meinem Gegenüber keine Lösung, kein ‘Rezept’, keine Tipps, kein Allheilmittel. Ich möchte es nur jemandem erzählen, ich möchte nur, dass mir jemand zuhört. Ja, vielleicht ist das irgendwie egoistisch, vielleicht ist es in manchen Situationen für den anderen auch nicht immer ganz leicht, aber ich entschuldige mich nicht dafür, so zu sein, wie ich bin.

Ich bin alles andere als perfekt, ich bin nicht unfehlbar, und möchte das auch gar nicht sein. Ich bin auch nur ein Mensch und habe, wie jeder andere auch, Schwächen und Fehler. Und wer mich kennt, der weiß (oder sollte zumindest wissen), dass ich manchmal vielleicht etwas zuviel erzähle, aber dass das, was ich sage, ehrlich und aufrichtig ist. Wenn dann die einzige Reaktion auf meine Erklärung, warum ich so schweigsam war, der Satz „Ich wollte gar keine Erklärung“ ist, dann weiß ich in dem Moment gerade nicht mehr, ob die Person, die das sagt, mich wirklich so gut kennt, wie sie behauptet. So etwas erzähle ich nicht einfach irgendjemandem; die Menschen, denen ich so etwas sage, sind naheliegenderweise diejenigen, denen ich am meisten vertraue. Von einem solchen Menschen anschließend einfach so, ohne Erklärung, ohne für mich erkennbaren Grund, zwei Wochen lang mit Schweigen „bestraft“ zu werden finde ich… ja, ich finde es verdammt unfair, und ich denke, ich habe etwas mehr verdient als das. Zumindest einen kurzen Satz wie „Ich kann/will gerade nicht mit dir reden“, das wäre schon alles, worum ich bitten würde. Nur diese paar Worte, keine Erklärungen, keine Ausführungen, kein gar nichts. Ich weiß nicht, was daran so schwierig ist. Wenn ich gar nichts höre, wenn ich sogar offensichtlich absichtlich ignoriert werde, dann frustiert und verletzt mich das schon. Vor allem aber fange ich bald an, mir Sorgen um den anderen zu machen. Vielleicht ist das ja typisch Frau, vielleicht haben wir so etwas wie ein „Sorgen-Gen“, ich zumindest kann nicht anders. Alles, was ich will, ist, dass es den Menschen, die mir wichtig sind, gut geht. Und je mehr Zeit ohne ein Lebenszeichen des anderen vergeht, desto größer werden meine Sorgen; ich habe ja keine Ahnung, was los ist. In diesem Fall war einfach von einem Tag auf den anderen plötzlich Funkstille, plötzlich Eiszeit (und das nicht zum ersten Mal). Und ich sitze hier und kann nur raten, was der Grund dafür war, dass ich so „bestraft“ werde. Wie gesagt, ich mache Fehler, und ich habe auch kein Problem damit, mich für mein Fehlverhalten, sollte es denn eines gegeben haben, zu entschuldigen. Ich hätte nur gerne die Chance und die Möglichkeit, das zu tun. Aber wenn mir diese Chance entzogen wird, was soll ich dann machen?

Noch vor zwei Jahren, wahrscheinlich auch noch vor einem Jahr, hätte es mich echt fertiggemacht. Ich hätte mich fertiggemacht, den Fehler bei mir gesucht, die Schuld ganz bei mir gesehen, wäre abends heulend im Bett gelegen und hätte mir das Hirn zermartert, was es gewesen sein könnte, das ich gesagt, gemacht, getan, nicht gesagt, nicht gemacht, nicht getan habe, was der Grund dafür sein könnte, dass ich mit Schweigen gestraft werde. Am Ende hätte ich alles, was ich jemals gesagt, gemacht, getan hätte, zutiefst bereut und mir gewünscht, alles zurücknehmen, alles rückgängig machen zu können. Es war ein langer und harter Weg, davon weg- und loszukommen, genügend Selbstvertrauen aufzubauen, mich so okay zu finden, wie ich bin, zu mir zu stehen und auch einmal meine Meinung zu sagen, anstatt es immer nur anderen recht machen zu wollen oder die Erwartungen zu erfüllen, von denen ich dachte, dass sie andere an mich haben. Heute muss ich mich nicht mehr über jemand anderen definieren, und endlich bin ich soweit, sagen zu können, „Wenn du ein Problem mit mir hast, dann ist es dein Problem, nicht meins“.

Wenn ich etwas sage, dann ist es auch ehrlich so gemeint; ich sage das, was ich sagen will, so, wie es sich für mich richtig anfühlt, ohne Erwartungen zu haben, ohne auf eine bestimmte Reaktion abzuzielen. Wenn ich zu jemandem sage, „Ich vermisse dich“, dann weil ich diese Person wirklich vermisse, und nicht, weil ich als Antwort hören will, „Ich dich auch“. Ich kann in der Zwischenzeit gut mit Ehrlichkeit umgehen; mir ist eine aufrichtige Antwort lieber als gar keine oder eine nur geheuchelte. Und wenn ich keine Antwort auf eine Frage will, dann stelle ich diese Frage gar nicht erst. Diese oft typischen „Frauenspielchen“ wie von Michael Mittermeier so treffend beschrieben (Nach dem Kinobesuch fragt die Frau den Mann, „Findest du Halle Berry hübscher als mich?“ – Was soll der Mann da antworten?! Egal, was er sagt, es kann nur falsch sein), so etwas will ich nicht tun, das kann ich nicht, das bin ich nicht (mehr). Es verkompliziert das Leben so sehr, es macht alles nur schwieriger und führt in erster Linie zu nichts anderem als Missverständnissen. Auch das zu erkennen war ein langer Weg, aber ich bin froh, dass ich daraus gelernt habe und jetzt anders bin. Allerdings kann mir niemand erzählen, dass solche „Spielchen“ nur „typisch Frau“ sind. Mich zwei Wochen absichtlich zu ignorieren, nur um mir eine „Lektion“ zu erteilen, mich zwei Wochen lang anzuschweigen, weil ich es ja „nur so“ verstehe, das ist für mich auch so eine Art von Spielchen. Und darauf habe ich ehrlich gesagt keine Lust mehr. Ich will mir kein schlechtes Gewissen mehr einreden lassen für etwas, das der andere vielleicht einfach falsch verstanden hat. Ich will mir keine Vorwürfe machen, weil ich etwas gesagt habe könnte, das eventuell nicht der Erwartungshaltung des anderen entsprochen hat. Ich entschuldige mich heute nicht mehr für meine Gedanken und Gefühle und versuche weder meine Taten noch meine Worte zu bereuen.

Ich kann verstehen, dass es im Leben eines Jeden Situationen gibt, in denen man so sehr mit sich selbst beschäftigt ist, dass man niemand anderen in sein Leben lassen kann; ich kenne das, ich weiß, wie das ist, ich habe es selbst erlebt. Ich kann verstehen, dass es einem manchmal unmöglich ist, sich mit den Problemen anderer noch zusätzlich zu „belasten“, weil man selber schon genügend Probleme hat, und ich will auch niemand sein, der das Leben eines Menschen, der mir wichtig ist, noch schwieriger macht als es ohnehin schon ist, im Gegenteil. Ich akzeptiere und respektiere auch, dass jemand anders nicht so über seine Gedanken und Gefühle sprechen kann oder will wie ich, und ich zwinge niemanden dazu, mir etwas zu erzählen, was er/sie nicht möchte. Aber mir zu unterstellen, dass ich absichtlich ignorant bin und absichtlich nicht verstehen will, das ist einfach nicht wahr. Ich glaube, ich verstehe sogar sehr gut. Nur ist es verdammt schwer, das jemandem verständlich zu machen, der vielleicht gar nicht anders kann als Dinge „totzuschweigen“ und der es gewohnt ist, alles mit sich selbst auszumachen. Ich bin dabei, das zu akzeptieren und zu respektieren, auch wenn es mir nicht leicht fällt. Ich bin dabei zu lernen, mich nicht durch das Verhalten anderer verletzen zu lassen und niemandem mehr hinterherlaufen, der genau weiß, dass mich sein Schweigen verletzt. Ja, es tut mir weh zu sehen, dass einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben offensichtlich nicht glücklich ist, sehr weh sogar. Aber solange ich nur zurückgestoßen werde und das Gefühl habe, gegen eine Wand zu laufen mit jedem noch so kleinen Schritt, den ich auf ihn zugehe, solange bleibe ich einfach hier stehen und warte darauf, ob und wenn ja wann er wieder auf mich zugeht. Ich werde da sein; ich will ihn nicht so behandeln wie er mich, denn er ist und bleibt mir wichtig. Aber inzwischen geht mein Leben auch allein weiter seinen Weg, und das gar nicht mal so schlecht :).

[Puh, das war jetzt viel Text - klassischer Fall von "sich etwas von der Seele schreiben" eben ;).]

 
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Geschrieben von am 19. Januar 2011 in Dies und das, Nerviges

 

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Lyrisch angehaucht

Lyrisch angehaucht

Um halb fünf Uhr nachts (oder sagt man da schon ‘morgens’?) entstand kürzlich folgendes… ja, was ist es eigentlich? Auf jeden Fall nicht wirklich ein Gedicht, aber doch irgendwie „lyrisch-literarisch angehaucht“ ;).  Das bedeutet auch, dass ein Teil davon unter ‘literarischer Freiheit’ läuft und nicht zwangsläufig die Beschreibung einer so real erlebten Situation ist.

Es gibt Tage, an denen trifft man nur falsche Entscheidungen. Egal, was du sagst, es ist immer falsch, wird nie der Situation gerecht, nie dem Menschen, mit dem du sprichst. Egal, was du tust, es ist immer ein Schritt in die falsche Richtung, eine Geste zu viel, ein Lächeln zu wenig. Von den tausend Entscheidungen, die man jeden Tag zu treffen hat, sind am Ende so viele falsch gewesen, dass ich mir wünschte, ich könnte die Zeit zurückdrehen. Nur dieses eine Mal.

Nachtrag:

Nachdem ich in letzter Zeit mehr oder weniger vergebens auf den „spontaneous overflow of powerful feelings“ a là William Wordsworth warte, kommen momentan keine echten Gedichte zustande, sondern eher etwas wie… naja, das hier ;). Deshalb habe ich mir überlegt, auf meinem Blog eine neue Seite anzulegen und die bisherige Gedichtseite umzubenennen. Gedichte finden sich jetzt unter Lyrisches; was kein Gedicht geworden ist wird gesammelt unter Literarisches. Die Seiten sind auch jeweils nach Sprachen geordnet, weil ich sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch schreibe, je nach Tagesform, Thema, Inhalt, Rezipient usw. Jetzt muss ich nur noch häufiger und regelmäßiger schreiben, dann wird aus diesem Blog eines Tages vielleicht wirklich noch was ;).

 
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Geschrieben von am 13. Januar 2011 in Dies und das

 

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Meine Katze ist… irgendwie anders

Meine Katze ist… irgendwie anders

Zu allererst sollte ich vielleicht vorwegschicken, dass Mango nicht mehr Mango ist. Wie aus Mango eines Tages Fabi wurde, ist aber schnell erzählt – ich habe meinen Kater um die Zeit meines Umzuges nach Augsburg herum einfach umbenannt. Der Name „Mango“ hatte mir ja noch nie richtig gefallen und wurde nur aus Mangel an kreativen Alternativvorschlägen beibehalten. Ich finde es irgendwie seltsam, Tiere (oder Menschen) nach Obst- oder Gemüsesorten zu benennen. Ich würde meinen Hund auch nicht „Ananas“ oder meinen Goldfisch „Blumenkohl“ nennen. Mango hieß ja auch nur deshalb Mango, weil das der Name war, den er im Münchner Tierheim bekommen hatte, wo ich ihn gefunden habe (bzw. wo er mich gefunden hat). Bei seinen Vorbesitzern hatte er wohl noch einen anderen Namen, Valentino, was aber noch weniger zu ihm passt. Als Katzennamen an sich finde ich ihn eigentlich gar nicht so schlecht, aber unter „Valentino“ stelle ich mir ein eher anmutiges, vielleicht auch kraftvolles Wesen vor – und das ist mein Kater definitiv nicht. Fabi ist vieles, aber Anmut, Grazie, Kraft oder Eleganz zählen mit Sicherheit nicht zu den Dingen, die ihn ausmachen. Ihm kommt schon mal das ein oder andere Bein aus, wenn er versucht, auf dem Badewannenrand zu balancieren, oder er fängt das Spielzeug auch nach dem x-ten Anlauf nicht (was er aber geschickt überspielt, indem er einfach daran vorbeiläuft und so tut, als hätte er sowieso überhaupt nicht fangen wollen).

Dafür ‘glänzt’ mein Kater mit seinem Silberblick (er schielt ein wenig, wenn er etwas fokussiert, das genau vor ihm liegt), seinen bernsteinfarbenen Augen, die einen groß anschauen (v.a.  natürlich wenn es um Futter oder Streicheleinheiten geht) und seinen strahlend weißen weichen Pfoten, die immer noch aussehen wie die eines Katzenwelpen und die so genüsslich ‘treteln’, wenn er gekrault wird. Zudem schnurrt er manchmal lauter und tiefer als eine Taube gurren kann; ich habe noch keine andere Katze jemals solche Laute produzieren hören. Überhaupt ist mein Kater allgemein… naja…. irgendwie anders.

Erstens hat Fabi etwas von einem Rindvieh – also im wahrsten Sinne des Wortes. Sein Fell hat die gleiche Zeichnung wie das einer bayrische Milchkuh – wobei die roten Flecken von Fabis Fell (was für eine Alliteration!)  in sich sogar gestreift sind. Man sieht es am besten an seinem Schwanz; d.h. er ist eigentlich eine rote Tigerkatze mit ein bisschen viel weißem Fell dazwischen. Das ist schonmal das erste große ‘Missverständnis’ seines Lebens.

Zweitens scheint er im falschen Geschlecht geboren zu sein – oder er ist schwul. Wenn man Fabi krault, reckt und streckt er sich, reibt mit der Wange über das, was gerade da ist, und schmeißt sich vor lauter Verzückung meistens gleich auf den Boden. So wie es sonst nur rollige Katzen tun, habe ich mir sagen lassen (ich selbst habe ja keine direkten Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Katzen oder Katern). Überhaupt ist er total verschmust, und auch der Latop auf meinen Knien, wenn ich im Schneidersitz auf dem Sofa sitze, hält ihn nicht davon ab, sich noch irgendwo dazwischen hineinzuquetschen, um gekrault zu werden, nicht ohne ein protestierendes Maunzen natürlich, warum denn nicht mehr Platz ist, da, wo er sich hingeschummelt hat.

Drittens ist mein Kater neben dem falschen Geschlecht wohl auch im falschen Körper geboren worden. Fabi schläft wie ein Hund, er apportiert wie ein Hund (am liebsten Wattestäbchen, Papier- oder Plastikstreifen… ‘echtes’ Katzenspielzeug, dass es hier durchaus auch gibt, ist wohl nicht spannend genug), und er schnüffelt wie ein Hund. Er ist ein totales Nasentier; wenn es irgendetwas Neues gibt (besonders Taschen, Schuhe oder Füße… ihhh ^^), muss es erstmal ausgiebig berochen und beschnüffelt werden, und zwar im Abstand von nur ein paar Millimetern zwischen seiner Nase und dem zu beschnüffelnden Objekt, schließlich muss alles seine Ordnung haben und vorschriftsmäßig kontrolliert werden, so kommt es mir manchmal vor.

Fabi ist auch eine Art „Wachkatze“, mein ganz persönliches Alarmsystem. Wenn jemand die Treppe zu meiner Wohnung hinaufkommt, hat Fabi ihn oder sie schon lange gehört und ist aufgesprungen, noch bevor ich überhaupt irgendetwas mitbekomme. Gut, so richtig bewachen kann mein Kater mich dann nicht, weil er sich bei unbekanntem Besuch lieber erstmal unter dem Bett versteckt, aber als Alarmanlage macht er sich schon ganz gut. Meine Theorie, warum sein Verhalten in so vielerlei Hinsicht dem eines Hundes ähnelt, ist ja, dass er als kleine Katze, in der Prägephase, in einem Haushalt gelebt hat, in dem es einen Hund gab, von dem er sich einiges abgeschaut hat. Das würde zumindest einiges erklären.

Dass meine Katze etwas Besonderes ist, war mir ja schon lange klar, schließlich ist es ja auch meine Katze  :). Aber dass Fabi wirklich so anders ist als andere Katzen, das macht ihn schon ziemlich einzigartig. Wer sonst kann schon behaupten, einen Kater zu besitzen, der eine tolle Hündin abgeben würde ;).

 
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Geschrieben von am 7. Januar 2011 in Lustiges, Tierisches

 

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Jetzt aber!

Höchste Zeit, dass ich mich mal wieder melde! Ist ja furchtbar, so lange nichts zu schreiben – dabei gibt es eigentlich so viel zu erzählen. Das ist auch kein Wunder, schließlich sind schon wieder fast zwei Monate ohne neuen Post rum – da schäme ich mich ja gleich ein wenig… Aber nicht allzu lange; die Zeit verbringe ich besser damit, eine Zusammenfassung der aktuellen und auch nicht mehr so aktuellen Ereignisse zu geben :).

Ich bin in der Zwischenzeit nach Augsburg gezogen, und was soll ich sagen… ich liebe es :). Wieder in meiner eigenen Wohnung zu leben, in meinen eigenen vier Wänden, meine eigenen Sachen um mich zu haben, meine Möbel, meine Bücher, mein alles, das hilft, mich wieder ‘ganz’ zu fühlen. Nicht mehr nur so etwas wie ein Gast zu sein, sich irgendwie zuhause, aber doch nicht daheim zu fühlen, sondern das Gefühl zu haben, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, das tat und tut mir wirklich gut.

Es ist fast alles wie früher – und doch ist es ganz anders. Eine amerikanische Bekannte von mir würde jetzt sagen „same same but different“, das trifft es genau. Ich wohne fast wieder genau dort, wo ich zu Zeiten meines ersten Studiums gewohnt habe, in einem Stadtviertel, das ich sehr mag. Es ist ziemlich grün hier (bzw. seit dem verschneiten Wochenende inzwischen eher weiß ^^), ich bin nicht mitten im Trubel der Innenstadt und habe doch alles, was ich brauche, in der Nähe; zur Uni sind es mit der Straßenbahn nur ein paar Minuten – und ich habe die besten Nachbarn überhaupt (aber dazu in den nächsten Posts mehr :)). Ich gehe total gerne zur Uni – wenn auch nur an zwei Tagen in der Woche ;). Anfangs kam es mir sehr komisch vor, und ich schäme mich auch jetzt fast noch ein wenig, in einem Masterstudiengang nur so wenig Kurse besuchen zu müssen. Ich habe es mir wirklich ‘schlimmer’ vorgestellt, und verglichen mit dem Grundschullehramtsstudium ist es – zumindest was die Zahl der zu besuchenden Kurse angeht – wirklich mehr als machbar. Wie arbeitsintensiv das Studium doch sein kann, werde ich wohl erst in den Semesterferien merken, wenn ich 3 Hausarbeiten schreiben ‘darf’, und am Ende des Studiums, wenn die Masterarbeit ansteht. Aber auch die kann nicht schlimmer werden als die 16 Prüfungen, die ich für mein 1. Staatsexamen ablegen musste ;). Das „einzige“, was mir jetzt noch fehlt, ist ein Job, um mir mein Leben hier auch weiterhin finanzieren zu können, und das gestaltet sich (mal wieder, langsam sollte ich wohl dran gewöhnen…) schwieriger als gedacht (oder zumindest erhofft).

Das ‘echte’ Leben hat mich also wieder, mit all seinen guten und schlechten Seiten :). Aber alles in allem ist es schön, mein eigenes Leben in die Hand zu nehmen und meinen eigenen Weg zu finden und dann zu gehen. Mal schauen, wohin er mich führt :).

 
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Geschrieben von am 30. November 2010 in Back to uni!, In Augsburg

 

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Nachholbedarf

Meine Güte, schon wieder sind eineinhalb Monate vergangen, ohne das ich etwas gebloggt hätte. Dabei ist es nicht einmal so, dass in dieser Zeit nichts passiert wäre – im Gegenteil! Eigentlich ist eine Menge geschehen, und jetzt steht auch schon das nächste große Kapitel bevor… Lauter gute Gründe, um mich an so etwas wie eine Zusammenfassung der jüngsten (bzw. auch nicht mehr ganz so jungen ^^) Ereignisse zu wagen!

Der letzte (veröffentlichte) Stand der Dinge war ja der, dass ich meinen „Plan B“ begraben und stattdessen einen „Plan C“ entwickelt hatte. Sprich nachdem sich meine Hoffnung, einen Job in einem Verlag zu finden, zerschlagen hatte bzw. zum gegenwärtigen Zeitpunkt unerfüllbar scheint, musste eine Alternative her. Und diese Alternative heißt, wie angekündigt, „Master of Arts Anglistik/Amerikanistik“ :D. Das heißt, ich gehe wieder zurück an die Uni und studiere wieder bzw. weiter – aus mehreren Gründen:

1. Für kein anderes Fach schlägt mein Herz so sehr wie für (englische) Literaturwissenschaft! Ich kann wirklich kaum etwas Tolleres vorstellen als meine Zeit und Energie der Analyse und Intepretation von Texten zu widmen, Gedichte zu lesen, Arbeiten zu schreiben… hach ja :D. Für mich wäre bzw. ist ein Leben voller Lernen, voller immer weiter zu vertiefender Kenntnisse, voller zu verfolgender Entwicklungen, voller Schreiben usw. wirklich ein Traum.

2. Wie ich sozusagen im Selbstversuch getestet habe, habe ich mit meinen aktuellen Uni-Abschluss, dem 1. Staatsexamen für das Lehramt an Grundschulen, offensichtlich so gut wie keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt (zumindest nicht in einem Job, den ich gerne und langfristig machen wollen würde). Ein zusätzlicher „M.A.“ macht sich dagegen im Lebenslauf sicher ganz gut. Und schlecht klingt „Master of Arts“ ja auch nicht… Ob ich mir Visitenkarten drucken lassen soll damit ;)? (Nein, natürlich nur Spaß ^^.)

3. Der Masterstudiengang dauert vier Semester, also zwei Jahre. In dieser Zeit, so hoffe ich, eröffnen sich mir vielleicht neue Jobperspektiven, ich bekomme neue Einblicke, kann vielleicht auch schon ein paar nützliche Kontakte knüpfen usw. Die Standardreaktion, wenn ich jemandem von meinem Studium erzähle, ist stets „Aha, interessant. Und was macht man dann damit?“ Ich muss gestehen, ich kann nie eine wirklich konkrete Antwort geben. Am allerliebsten würde ich anschließend an der Uni arbeiten, oder vielleicht doch in einen Verlag gehen. Allerdings bin ich mir im Klaren darüber, dass diese Stellen sehr begrenzt sind und ich nicht die Einzige bin, die diese Jobs gerne machen würde. Ganz blauäugig bin ich dann doch nicht. Andererseits – ich habe vorher viereinhalb Jahre lang etwas wirklich spezifisch Berufsvorbereitendes studiert, nur um dann im Ref festzustellen, dass das, was ich für meinen Traumjob gehalten hatte, für mich zum Albtraum wurde. Deshalb muss, im Gegensatz dazu, ein Studiengang ohne konkretes Berufsziel jetzt ja auch nicht das Schlechteste sein ;). Mir jedenfalls geht es im Moment damit um ein Vielfaches besser. Was sich daraus entwickelt, wird sich zeigen. Auf jeden Fall kann es nur besser werden, davon bin ich überzeugt :).

 
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Geschrieben von am 4. Oktober 2010 in Back to uni!

 

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