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Selbstzweifel sind normal, heißt es immer. Vor allem im ersten Jahr. Vor allem am Anfang. Schon bevor ich das Referendariat begonnen habe, habe ich von verschiedenen Seiten gehört, dass irgendwann einmal in dieser Zeit ein Tief kommt, eine Phase, in der man sich fragt, was man da tut und ob man damit überhaupt weitermachen will. Die Sache ist nur: Diese Frage stelle ich mir eigentlich schon seit Anfang des Schuljahres. Mal mehr, mal weniger, aber auf die ein oder andere Weise ist sie immer da.

Fast fünf Jahre habe ich studiert, habe immer gedacht, Grundschullehramt sei mein Traumberuf. Kindern etwas beizubringen, sie weiterzubringen, sie in ihrer Entwicklung zu begleiten, zu unterstützen und sie in verschiedener Hinsicht wachsen zu sehen -  das, so glaubte ich, sei das, was ich in meinem Leben machen möchte. Und nun stehe ich hier und habe keine Ahnung und keinen Plan. Dafür jede Menge Selbstzweifel und Unsicherheiten. Durchsetzungsvermögen? Keins. Konsequenz? Null. Selbstbewusstsein? Nicht wirklich. Überblick? Guter Witz. Seit Anfang des Schuljahres ‘wurschtle’ ich mich irgendwie durch, mehr schlecht als recht, und weiß eigentlich gar nicht so genau, was ich da überhaupt mache.

Natürlich gibt es auch schöne Tage und tolle Erlebnisse; ich mag die Kinder, und tolle Kollegen habe ich auch. Nur habe ich das Gefühl… Nein, ich muss es anders erklären: Es gibt Lehrer, von denen denke ich, sie haben wirklich ihre Berufung gefunden. Sie sind Lehrer mit Leib und Seele, stecken so wahnsinnig viel Herzblut in ihre Arbeit, leisten Unglaubliches und bekommen auch unendlich viel zurück. Sie machen das, weil es genau das ist, was sie aus- oder erfüllt, genau das, was sie machen möchten und können. Ich gehöre nicht dazu. Vielleicht noch nicht, keine Ahnung. Um ehrlich zu sein, zur Zeit kann ich es mir nicht vorstellen. Ich glaube, ich bin einfach keiner von diesen Lehrern, die ich eben beschrieben habe. Vielleicht bin ich eher ein Theoretiker. Die Praxis trifft mich jetzt mit voller, ungebremster Wucht, und irgendwie habe ich dem nicht viel entgegenzusetzen.

Ja, ich weiß, ich sollte nicht soviel nachdenken, mir nicht so viele Sorgen machen, mehr Geduld mit mir haben, mir einfach noch Zeit geben. Nur sich dessen bewusst zu sein und es wirklich auch zu tun sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Ich weiß auch, dass ich nicht die Einzige bin, der es so geht, und nicht die Erste, die im Ref eine solche ‘Sinnkrise’ hat. Andere haben es auch geschafft. Die Frage ist nur: Selbst wenn ich es schaffe – will ich das überhaupt?

Gut gemeinte Ratschläge wie „Das wird schon!“ helfen mir da zur Zeit ehrlich gesagt auch nicht, obwohl sie wirklich lieb gemeint sind. Ich will nicht ‘beratungsresistent’ erscheinen, so wirken, als würde ich keine Hilfe annehmen und auf niemanden hören, und ich hoffe, niemanden vor den Kopf zu stoßen. Was es genau ist, was mich so belastet und so zweifeln lässt, kann ich wohl auch nicht besonders gut beschreiben. Auch jetzt fällt es mir schwer, zu vermitteln, was in meinem Kopf und in meinem Herzen gerade vor sich geht, und ich glaube, es gelingt mir nicht wirklich. Ich kann mir vorstellen, dass es für jemanden, der noch nie in einer solchen Situation war, sehr schwierig ist, das nachzuvollziehen. Aber oft habe ich auch einfach keine Kraft, keine Energie, es anderen zu erklären. Außerdem weiß ich, dass niemand das alles für mich lösen kann. Irgendwie muss ich es mit mir selbst ausmachen. Wie auch immer das gehen soll. Mit Zeit und Geduld wahrscheinlich. Also mit genau dem, von dem ich jetzt schon viel zu wenig habe…

Ladies and Gentlemen, …

… I proudly present my new Mitbewohner: Mango :) ! (Nicht die besten Fotos vielleicht, aber doch gut genug, denke ich, um die erste Neugier zu stillen und einen Eindruck von ihm zu gewinnen. Bessere Bilder folgen hoffentlich bald, ich werd mich bemühen :) !)

Hier also der Stubentiger – sowohl wach (naja, so halbwegs ;) )…

Mango 1

… als auch schlafend:

Mango 2

Süß, oder :D ? Von wegen ältere, dunkel getigerte Katze und so ;) . Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr habe ich das Gefühl, dass nicht ich ihn, sondern er mich ausgesucht hat… Ein Beispiel: Als ich ihn am Sonntag aus dem Tierheim holte, lag er nicht wie üblich im Körbchen und döste, sondern stand wohl die ganze Zeit am Fenster und wartete auf mich, während ich im Nebengebäude die Formalitäten erledigte. Ein Zeichen ;) ?!

Auch während der anschließenden langen Autofahrt in sein neues Zuhause hat Mango sich kaum lautstark beschwert – ich hatte schon Horrorgeschichten von Katzen gehört, die bei sowas total durchdrehen und sich gar nicht mehr beruhigen (sowas zwei Stunden, bevor man seinen Kater aus dem Tierheim holt, erzählt zu bekommen, ist übrigens weder sonderlich hilfreich noch besonders beruhigend ^^). Nachdem wir zuhause angekommen waren, warf Mango sich nach der ersten Erkundungstour durch meine Wohnung schon gleich neben mir auf den Rücken und ließ sich kraulen. Streicheln und Kraulen hat er sowieso total gern, genießt es sehr und würde es sich am liebsten stundenlang gefallen lassen. Dafür leckt er mir im Gegenzug dann auch oft die Hand – ich habe gelesen, dass das entweder ein Liebesbeweis sein kann, oder die Katze leckt einfach das Salz auf der Haut ab, wenn man schwitzt. Allerdings ist mir bei aktuell ca. 1°C nicht sonderlich warm, ich transpiriere entsprechend wenig, und bilde ich mir deshalb mal ein, dass mein Kater mich einfach ziemlich gern hat (was ja auch auf Gegenseitigkeit beruht) :) .

Mango ist sowieso ein Seelchen von einer Katze;  total anhänglich, verschmust und unkompliziert. Nur hat er Angst bzw. erschreckt sich vor lauten Geräuschen und ruckartigen Bewegungen – und vor weißen Papiertaschentüchern, warum auch immer. Ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass er irgendwann aggressiv werden, kratzen, beißen oder sich sonstwie wehren würde (wenn man ihn nicht wirklich schlecht behandelt natürlich). Vor allem ist es mir ein Rätsel, wie so ein tolles Tier im Tierheim landen konnte… Aber das ist ein anderes Thema. Wenn ihm alles zu viel ist, versteckt sich Mango lieber unterm Bett und wartet, bis das Chaos vorbei ist. Und kommt dann, wenn sich die Wogen geglättet haben und Ruhe eingekehrt ist, wieder angesaust, springt auf meinen Schoß, und schaut mich mit seinen großen bernsteinfarbenen Augen so süß an, dass ich ihn einfach kraulen muss… So lange, bis er laut schnurrt, alle Viere genüsslich von sich streckt und einschläft…

Ach, Katzen sind schon was tolles… und Kater erst ;) !

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PS: Wie man während des Lesens wahrscheinlich gemerkt hat, bleibt der Name ‘Mango’ jetzt wohl doch. Steht auch so in seinem (Impf-)Pass ;) .

Mango

Manchmal ist es hier schon verdammt still und einsam… Vormittags dauernd Trubel, Kinder, Lehrer, Eltern und so weiter, immer ist etwas los. Aber dann nachmittags und vor allem abends und nachts, wenn ich alleine bin, ist plötzlich einfach gar nichts mehr. Niemand da, kein Laut, keine Bewegung, nichtmal ein Auto fährt vorbei. In solchen Momenten merke ich wieder, dass ich jetzt wirklich auf dem Land wohne. So richtig auf dem Land. Und wenn es dann auch noch dunkel und jetzt im Herbst kalt wird… naja, ohne Worte…

Schon länger, ein paar Jahre schon eigentlich, denke ich deswegen darüber nach, Katzenbesitzerin zu werden, aber bisher sprach immer etwas dagegen. Doch jetzt scheint ein guter Moment zu sein…

Nur… wie sollte die Katze sein? Hm… Eher eine ältere Katze. Keine Rassekatze vom Züchter, sondern eine aus dem Tierheim. Eine, die sonst vielleicht ‘untergeht’, die nicht genommen wird, weil die meisten Leute lieber die ‘kleinen süßen Kätzchen’ haben wollen. Es würde mich auch nicht stören, wenn sie gesundheitliche Probleme hätte, auf einem Auge blind wäre oder ähnliches. Auch was das Aussehen angeht, hätte ich keine besonderen Vorstellungen (allerdings muss ich zugeben, dass ich getigerte graue und braune Katzen mag - weil ich mal zwei tolle solche kannte). Nur einigermaßen verschmust sollte sie sein – nicht wie die Katze meiner Oma, die sich gefühlte 80% ihres Lebens unter dem Bett oder hinter dem Sofa verkrochen hatte (nichts gegen die Katze an sich; nur würde es an meinem chronischen Einsamkeitsgefühl nichts ändern, wenn ich den Stubentiger nie zu Gesicht bekäme ^^).

Mit all diesen Ideen und Überlegungen im Hinterkopf war ich gestern im Tierheim. Und ich glaube, ich habe mich ein bisschen verliebt :) . ‘Mango’ heißt er und ist zwei Jahre alt. Er hat weißes Fell mit karamellfarbenen Ohren, ebensolche Flecken und einen karamellfarben getigerten Schwanz. Meine Schwester meinte, er sähe aus wie ‘milk & curry’ ;) . Ein junger heller Kater also – und somit genau das Gegenteil all dessen, was ich mir überlegt hatte (außer dass es sich um eine Katze handelt ^^). Aber wo die Liebe hinfällt ;)

Mal abgesehen davon, dass er wirklich hübsch ist, ist er einfach irgendwie… naja… niedlich :) . Sein Blick ist unwiderstehlich (vor allem, wenn er mit den Augen etwas fokussiert, das genau vor ihm liegt, dann schielt er nämlich ein wenig ^^). Und er strahlt ganz viel Ruhe, Zufriedenheit und Gelassenheit aus – ihn bringt so leicht bestimmt nichts aus der Fassung. Er ist nicht scheu oder schüchtern, aber auch kein Draufgänger, der sich sofort an jeden ‘ranschmeißt’, würde ich sagen. Trotz des Tierheim-Trubels und der ganzen Menschen um ihn herum lag er gestern ganz entspannt in seinem Körbchen und genoss es offensichtlich sehr, als ich ihn kraulte und streichelte. Und als er seinen Kopf dabei an meine Schulter schmiegte, war es um mich geschehen ^^. Wir kennen uns zwar erst eine knappe halbe Stunde, aber ich glaube, es wird gut werden. Ich kann es kaum erwarten, ihn ‘nach Hause’ zu holen :) ! Am Sonntag ist es soweit. Dann gibt’s auch Fotos und bestimmt noch viiieeel mehr zu erzählen – z.B. ob mir in der Zwischenzeit ein toller neuer Name für ihn eingefallen ist… ‘Mango’ ist zwar kreativ, passt aber irgendwie doch nicht so wirklich, finde ich. Namensvorschläge sind herzlich willkommen :) !

Jetzt bin ich wohl wirklich ‘mittendrin statt nur dabei’… bin LAA, habe acht Stunden eigenverantwortlichen Unterricht in der Woche, drei Klassen, zwei Fächer, zwei Seminartage, stehe morgens seeehr früh auf und denke den Großteil des Tages an Schule und Unterricht… Manchmal frage ich mich, wie das alles eigentlich passiert ist. Irgendwie habe ich den Moment verpasst, in dem man das, was da auf einen zukommt, mental und emotional verarbeitet und sich bereit fühlt für das ‘echte Leben’. Stattdessen wurde ich ins kalte Wasser geworfen, und bevor ich wusste, wie mir geschah, stand ich schon vor der Klasse und habe Englisch und Musik unterrichtet. Nichtmal zum Bloggen bin ich gekommen, wie man sieht… aber ich habe mir fest vorgenommen, daran etwas zu ändern, und dieser Post ist schonmal der Anfang!

… grinst der Konrektor mich an. Oha. Liegt es an mir oder ist das wirklich sehr sehr früh? Vielleicht ist der Lehrerberuf für einen Nacht-menschen wie mich doch nicht der perfekte Job… Nach den vergangenen fast fünf Jahren Studium, in denen sich das späte Zubettgehen und entsprechend nicht allzu frühe Aufstehen ziemlich gut eingependelt hat, wird das eine ziemliche Umstellung werden…  Gerade versuche ich mich an den Gedanken zu gewöhnen und ihn nicht mehr ganz so schlimm zu finden, da beginnt der Konrektor detailliert zu beschreiben, wie „zappenduster“ es an Allgäuer Wintermorgen in der Regel ist… Herzlichen Dank! Als wäre 7:35 Uhr noch nicht schlimm genug ;) .  “Dafür hört die Schule auch früher auf“, versucht der Konrektor ein paar ‘tröstliche’ Worte, immer noch mit etwas von diesem Grinsen im Gesicht. Humor hat er also schonmal; und auch sonst ist er wirklich nett, wirkt sehr engagiert und gleichzeitig ziemlich unkompliziert. Sowieso entspricht er nicht so ganz meinem Bild eines älteren, grauhaarigen Schulleiters. Hätte ich gewusst, dass der Konrektor der junge Mann ist, der auf dem Lehrerfoto locker-lässig einen Kapuzenpulli trägt, hätte ich meine gestern neu gekauften schicken Schuhe zuhause gelassen, stattdessen meine ‘Alltags-Sneakers’ angezogen und mir ne Menge Blasen und viel Aua erspart ;) .

„Moment, ich verbinde Sie gleich mal mit dem Schulrat“, meint die Dame vom Schulamt, als ich da heute Vormittag anrufe. Ähm… ähm… nein… gleich mit dem Oberboss telefonieren, das muss doch eigentlich nicht sein… Ich will doch nur wissen, ob… „Please hold the line“ – aha, die Warteschleife des Oberallgäuer Schulamtes ist also mehrsprachig, interessant… aber nicht wirklich hilfreich gegen das Gefühl geringfügiger aktuer Überforderung… help?!

Nach dem siebten oder achten Klingeln bin ich kurz davor, einfach wieder aufzulegen. Aber dann müsste ich ja nochmal beim Schul-amt anrufen – also doch keine gute Idee… Just in dem Moment, als ich den Plan nochmal überdenke, geht der Schulrat plötzlich ans Telefon. „Hallo mein Name ist…“, fange ich an. „Ah, ihren Namen kenne ich schon; das Gesicht dazu leider noch nicht“, klingt eine sympathische, freundliche und ein wenig schwäbelnde Stimme am anderen Ende der Leitung. Und der Besitzer dieser netten Stimme bestätigt mir auch gleich das, was mir die Dame, die mich zu ihm durchgestellt hat, eben schon gesagt hatte – ich komme nach B.!

Bis vor zwei Wochen wusste ich noch nichtmal, dass es diesen Ort überhaupt gibt, muss ich gestehen. Jetzt freue ich mich, dass ich dort mein Referendariat beginnen werde. Ich hätte mich auch wirklich auf Oberstdorf gefreut, ganz ehrlich und (ausnahmsweise mal) ganz unsarkastisch. Aber zugegeben, ich freue mich unter anderem deshalb auf B., weil es nicht ganz so weit weg von allem ist wie Oberstdorf… B. ist mit weniger als 6.000 Einwohnern zwar kleiner, und das Schulgebäude ist kein so schönes altes wie in Oberstdorf, dafür liegt der Ort an einem Fluss (die Iller, wenn ich richtig informiert bin) und es gibt ein paar Seen rundherum, was ich total schön finde.

Und auch der Schulrat scheint das so ähnlich zu sehen, weil er ganz begeistert anfängt, von ’seinem’ Oberallgäu zu schwärmen, von der Landschaft, den Freizeitmöglichkeiten, aber natürlich auch von der Schule und dem engagierten Lehrerkollegium in B. Er klingt so begeistert, dass ich grinsen muss. „Am besten packen Sie gleich Ihre Familie und Freunde ins Auto und fahren hierher ins Oberallgäu. Nehmen Sie Badesachen mit, das Wetter ist so schön, das muss man einfach ausnutzen!“ Mit so einem netten und unkomplizierten Gespräch hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet – und freue mich sehr. Auch für die Wohnungssuche gibt er mir Tipps, einfach so, von sich aus, stellt mir ein paar Fragen, und erzählt so vieles, dass ich das Gefühl habe, er freut sich wirklich, dass ich komme.

„Also dann… nochmal herzlich willkommen im Oberallgäu!“, sagt er am Ende – und ja, ich fühle mich wirklich willkommen :)

Doch nicht Oberstdorf

Heute Vormittag rufe ich ganz vorbildlich in der Schule in Oberstdorf an, um zu sagen, „Hallo, ich bin Ihre neue Lehramtsanwärterin“, und einen ’Vorstellungstermin’ noch für diese Woche auszumachen, bevor das Sekretariat und Direktorat die nächsten vier Wochen lang nicht mehr besetzt sind. Die Sekretärin verbindet mich mit dem Rektor. „Hallo, ich bin Ihre neue Lehramtsanwärterin“, meine ich. „Nein, doch nicht“, antwortet der Rektor. Äh, wie jetzt? Es gäbe wohl irgendwelche Umstrukturierungsmaßnahmen im Schulamt, die darauf hinausliefen, dass ich jetzt doch nicht an die Grundschule Oberstdorf, sondern irgendwo anders hinkäme. Was jetzt genau passiere, wisse der Rektor selbst auch noch nicht, er warte auf den Anruf des Schulamtes. Aber er hätte mich gerne aufgenommen. – Ich wäre auch gerne gekommen…

Und jetzt? Abwarten… und hoffen… und morgen nochmal im Schul-amt anrufen. Langsam sollte ich darin ja Routine haben…

Oberstdorf

Oder:

Das Ende der Unwissenheit und die Antwort auf Patricias Frage :) .

Oberstdorf ist also der Ort, den das oberallgäuer Schulamt für mich auserkoren hat. Über Oberstdorf wusste ich bisher nur, dass es sich um einen beliebten Wintersportort handelt, der von Bergen umgeben und besonders für Skispringen und Skifliegen berühmt ist. Jetzt weiß ich – dank Wikipedia – außerdem, dass Oberstdorf etwas über 10.000 Einwohner hat,  Endpunkt einer eingleisigen Eisenbahnstrecke, südlichste Gemeinde Deutschlands und Mitglied des Zipfelbundes (ja, richtig gelesen, Zipfelbund) ist. Schön sieht es dort aus, keine Frage (siehe z.B. hier: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/ commons/7/75/Oberstdorf_Panorama.jpg). Auch ‘meine’ Schule macht auf den Fotos etc., die ich bisher gesehen habe, einen echt netten Eindruck.

Live und in Farbe werde ich das Ganze noch diese Woche sehen, wenn ich nach Oberstdorf fahre, um mich dort bei der Schule vorzustellen und mich auch ganz allgemein einfach mal in der Stadt umzusehen. Ich bin echt mal gespannt…

Wenn in der Wohnung unter mir wahlweise renoviert wird (und das, so wie es kingt, gleich richtig, mit Wand aufstemmen etc.) oder schlechte laute Musik dröhnt, und mir auch ansonsten zuhause nur die Decke auf den Kopf fällt, wenn ich nichtstuend auf Montag warte, dann muss ich einfach mal raus…

Aber weil Spazierengehen alleine als Übersprungshandlung irgendwie nicht reicht, bin ich relativ kreativ in der Findung neuer Aufgaben – wie z.B. folgende:

  • beim Spazierengehen ein Blumenfeld entdecken und Fotos machen
  • daheim angekommen gleich die neuen Bilder online stellen
  • weil ich schon dabei bin, gleich noch meine anderen Fotos durchschauen, sortieren, formatieren und hochladen
  • eine neue Seite auf meinem Blog einrichten
  • potenziellen Nachmietern meine Wohnung zeigen
  • nette Menschen bekochen
  • interessierten, motivierten und eventuell ansonsten unbe-schäftigten Lesern meines Blogs etwas zu tun geben: (1) Finde den Link zu meinen Fotos. (2) Finde heraus, wie die neue Seite auf meinem Blog heißt. ;)

„Rufen Sie Ende kommender Woche nochmal an, dann können wir Ihnen Ihre Schule sagen,“ hieß es, als ich letzten Donnerstag im Oberallgäuer Schulamt anrief. Hm… nicht die Antwort, die ich mir erhofft hatte, aber okay, da kann man nichts machen. Ich gedulde mich also eine Woche und rufe heute nochmal an. Donnerstag Vormittag, so hatte ich gehofft, zähle schon als „Ende der Woche“. „Rufen Sie am Montag nochmal an, dann können wir Ihnen Ihre Schule sagen,“ hieß es. Na toll. Nochmal vier Tage mehr. Ich habe ja die letzten Tage schon nicht viel anderes gemacht als Zeit totzuschlagen und auf heute zu warten… Ich hasse es, auf sowas warten zu müssen. Ich will es endlich wissen. Ich will endlich einen konkreten Ort haben, ein Ziel, eine Schule; dann kann ich auch anfangen zu planen, mir eine Wohnung zu suchen, umzuziehen. In sechs Wochen geht das neue Schuljahr los; sehr viel Zeit ist das nicht für all das, was so ansteht…

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